HAWE SCHNEIDER

der einstige Inhaber der "Eierschale" in Berlin-Dahlem und Bandleader der legendären "Spree City Stompers", wurde von 2001-2003  von mir intensiv promotet., ab 1. April 2002 durch Exklusiv-Management, was wir 2005 im gegenseitigen Einvernehmen auflösten.

Leider verstarb Hans Wolf Schneider am 17. Juli 2011 im Alter von 81 Jahren.

Weitere Details über Hawe Schneiders Lebenswerk finden Sie nachfolgend!

 

 

 

 

 
Hawe Schneider Promotion 2001

Gemeinsame CD von Hawe Schneider  &  Lutz Eikelmann:
LUTZ EIKELMANN PRÄSENTIERT DIE DEUTSCHE JAZZLEGENDE HAWE SCHNEIDER

featuring

HAWE SCHNEIDER & SEINE SPREE CITY STOMPERS ( aufgenommen in Berlin, April 1961 ):  Bonaparte´s Retreat; Skokiaan; King Of The Zulus; American Patrol; Die Abendglocken; Stenka Raszin; La Raspa; Warte, warte nur ein Weilchen

&

LUTZEMANN´S JATZKAPELLE MIT HAWE SCHNEIDER ( aufgenommen in Essen, November 2001 ): Catarina; Basin Street Blues; Halloween In New Orleans; Lazy Afternoon At Tampa Bay; My Old Norwegian Sweater; How Long Blues

 

Die Presse zur CD:

Berthold Klostermann / Neue Ruhr Zeitung ( NRZ ) am 08. März 2003 im Artikel über Paul Kuhn & Hawe Schneider, "Legenden, im Herzen jung": "Eine andere deutsche Jazzlegende, nämlich den Dixieland-Posaunisten Hawe Schneider, präsentiert der Drummer Lutz Eikelmann aus Wetter mit Aufnahmen der Spree City Stompers (1961) und von Lutzemann´s Jatzkapelle (2001). Kann Schneider sich doch rühmen mit Louis Armstrong und weiteren Größen gespielt zu haben. Die Moritat `Warte, warte nur ein Weilchen´ brachte ihn 1961 in die Hitparade. Im entstaubten Sound kann man sie jetzt wieder hören, dazu verjazzte russische Volkslieder und Old-Time-Klassiker wie "King Of The Zulus" oder "Basin Street Blues". Da wird munter geswungen, aber auch schon mal schräg gesungen."

Andreas Geyer im Jazz Podium, Januar 2003: "Wenn der Name des  legendären Posaunisten Hans-Wolf `Hawe´ Schneider fällt, assoziieren die meisten Freunde des traditionellen Jazz damit die Spree City Stompers und den berühmten Berliner Jazzclub `Eierschale´. Von Ende der 50er bis in die 60er Jahre gehörten die Spree City Stompers zu den populärsten deutschen Dixielandbands. Sie tourten nicht nur in West-Europa, sondern auch in Polen, Jugoslawien und sogar im Auftrag des Goethe-Instituts in Afrika. Nach dieser Zeit arbeitete Hawe als Jazzfachmann, Direktor eines Automuseums und als Journalist. Inzwischen lebt der 1930 in Leipzig geborene Musiker im Schwarzwald. Und spielt noch immer eine wunderbare Posaune wie auf der vorliegenden CD zu hören. Die ersten acht Titel des Albums stammen allerdings aus Hawe Schneiders Berliner Epoche: es handelt sich um Wiederver-öffentlichungen aus dem Jahr 1961, die die Spree City Stompers für die deutsche VOGUE aufnahmen. Neben Schneider spielen so namhafte Musiker wie der heute ebenfalls noch aktive Trompeter Gerhard Vohwinkel, der Klarinettist Peter Strohkorb oder der Bassist Tilo Wedell. Die Stompers musizieren mit viel Engagement und Swing, und neben Titeln wie den durch Louis Armstrong bekannt gewordenen `Skokiaan´ und `King Of The Zulus´ findet sich auch das parodistische `Warte, warte nur ein Weilchen´. Doch wenn Hawe und seine Mannen losjazzen, spielen die Themen kaum mehr eine Rolle. Dreißig Jahre später hat Hawe Schneider nichts von seinem Können eingebüßt. Virtuos, einfallsreich und mitreißend spielt und singt er mit Lutzemann´s Jatzkapelle wie in besten Zeiten. Dabei hat er auch den Humor nicht verloren wie er nicht nur bei seiner Komposition `My Old Norwegian Sweater´ unterstreicht. Eine Klasse für sich auch die enorm swingende Lutzemann´s Jatzkapelle, die mehr ist als nur eine Begleitband. Für den vielseitigen Rhythmus von New Orleans bis Swing sorgt vor allem Bandleader Lutz Eikelmann; der englische Pianist Ray Smith versteht sich hervorragend auf die traditionellen Klavierstile, wobei er besonders im `How Long Blues´ glänzt. Erwähnt werden muss auch der holländische  Saxo- phonist Bert Brandsma, der das skurile `Halloween In New Orleans´ ebenso beisteuert wie das Klang- gemälde `Lazy Afternoon At Tampa Bay´, bei dem er mit einem wunderbaren Saxophonsolo besticht. Fazit der CD: Hawe Schneider, eine deutsche Jazz-Legende, die höchst lebendig geblieben ist."

 

COMEBACK 2007

Ende Oktober 2007 spielte Hawe mit den Schnelsen StomperS eine neue CD in Hamburg ein. Weiterer Gast dieser Aufnahme war der Wiener Trompeter John Evers ( Blue Note Six ). Hawe & John spielten auch am Dienstag, den 30.10.2007, live in einer Radio-Sendung des NDR, begleitet von den "Bourbon Street Stompers", Titel: All Of Me.

 

Im Sommer 2005 ließ Hawe offiziell verlauten:

HAWE SCHNEIDER VERABSCHIEDET SICH...

... und blickt "voller Dankbarkeit auf annähernd sechs vom swingenden Jazz geprägte und bereicherte Jahrzehnte seines Lebens" zurück. Er betont: "... sind für mich die wohl ersten Plattenaufnahmen einer deutschen Oldtime-Band ( 1954 mit Big Boy Goudie ), die regelmäßigen AFN-Radiosendungen mit den Spree City Stompers ( "Strictly From Dixie" 1953/54 ), die Teilnahme am ersten polnischen Jazzfestival ( 1957 mit Albert Nicholas ), die Goethe-Institut-Tourneen, die Mit- wirkung in etlichen Spielfilmen und last but not least das Zusammenspiel mit vielen US-Jazzern, vor allem die Plattenaufnahmen mit Albert Nicholas und Wild Bill Davison, besonders herausragend."

Im Mai 2005 gab er seine letzten Konzerte in Frankfurt am Main und Hamburg, bevor er die Posaune dann nach dem 25. Juni 2005  ( dem von ihm in Zusammen- arbeit mit der dortigen Kurverwaltung organisierten kleinen Jazzfestival in Hinterzarten /  Schwarzwald ) an den Nagel hing.

Seine letzten Konzerte als Posaunist waren meines Wissens bisher:

Do., 26.05.2005 Alte Oper / Frankfurt am Main --- mit Joki Freund, Emil Mangelsdorff & Bill Ramsey;

So., 29.05.2005 Freizeitzentrum Schnelsen /  Hamburg mit den Schnelsen StomperS;

Sa., 25.06.2005 bei der 2. Hinterzartener Jazznight, mit der "Boogie  Connection"   ( Freiburg ), den "Schnelsen  StomperS"   ( Hamburg ) und "Hawe´s Jazz Set".

 

LEBENSLAUF HAWE SCHNEIDER:

Geboren am 25. April 1930 in Leipzig wurde Hawe Schneider in den 50er und 60er Jahren als Bandleader der Berliner Spree City Stompers und Inhaber des bekannten Jazzlokals Eierschale im  In- und Ausland zu einem der bekanntesten deutschen Jazzmusiker. Mit den Spree City Stompers, einer der erfolgreichsten deutschen Dixielandbands, tourte er nicht nur in allen westeuropäischen Ländern sowie auch   Polen und Jugoslawien, sondern im Auftrag des Goethe-Institus in 20 afrikanischen Ländern sowie in Italien, Spanien und Portugal. Des weiteren wirkte er mit dieser Band in zahlreichen Spielfilmen mit. Außerdem erreichten die Schallplattenverkäufe dieser Band Anfang der 60er Jahre auch Top-Platzierungen in der deutschen Hitparade ( "Warte, warte nur ein Weilchen" & "Brigitte Bardot" ).

Hawe Schneider spielte schon 1952 mit Louis Armstrong  und  in den  darauffolgenden  Jahren  mit   einer Vielzahl amerikanischer und europäischer Spitzenmusiker, deren Aufzählung den Rahmen dieses Textes sprengen würde. Lediglich die engen Freund- schaften mit Sidney Bechet, Wild Bill Davison ( mit ihm auch gemeinsame Schallplattenaufnahmen! ), Albert Nicholas, Kid Ory, Bill Coleman, Milt Jackson und Al Grey sollen hier Erwähnung finden.

Er gab längere Zeit die Zeitschrift "BERLIN-JAZZ" heraus und war als Jazzfachmann freier Mitarbeiter bei zahlreichen Zeitungen, Fachblättern und Rundfunk- anstalten. Über mehere Jahre organisierte er mit seinem Veranstaltungsbüro Jazzkonzerte und etab- lierte in Göttingen die "Wallnuß" als Dependance der "Eierschale". Des weiteren war er Inhaber des "JAZZ-MAGAZIN", wo  Jazz-Schallplatten und  -bücher aus aller Welt verkauft wurden.

1968 verließ er Berlin aus persönlichen Gründen. Konsequenz: Verkauf der Eierschale und Auflösung der "Spree City Stompers". In den folgenden Jahren arbeitete er als Direktor eines Auto-Museums in Nettelstedt bei Minden und war Organisator und Teil- nehmer von Oldtimer-Ralleys in Deutschland, England, Frankreich, Schweden und Italien.

Seit 1971 lebt Hawe Schneider im Hochschwarzwald und war 20 Jahre lang Mitarbeiter in der Redaktion der Badischen Zeitung, Freiburg, sowie als Gastsolist zahlreicher Jazzbands tätig, auch leitete er eigene Besetzungen. 1981 wurde er zum offiziellen Programm des New Orleans Jazz & Heritage Festival / USA eingeladen, wo er u.a. mit Benny Waters & Preston Jackson konzertierte. 1985 Autor von "... und abends swing", dem "Kultbuch des deutschen Nachkriegs- jazz" ( O-Ton Kulturprogramm des SWF ).

Seit Ende der 90er Jahre ist Hawe Schneider international wie bundesweit sehr gefragt; dieses belegen u.a. die aktuellen Einspielungen mit der süd- westdeutschen Quartier Latin Jazz Band, seiner eigenen Band "Hawe´s Dreamteam" und "Lutzemann´s Jatzkapelle" sowie Einladungen zum Polnischen Jazz- festival ( 1997 ), Berliner Dixieland Festival ( 1999& 2000 ) mit Spree City Stompers Reunion - Konzerten sowie die Teilnahme am Dresdner Dixieland Festival 2002 mit den Elb Meadow Ramblers.

In der neuen Ausgabe des "New Groove Dictionary Of Jazz" wird Hawe als "best-traditional-trombonist" mit einer halben Seite gewürdigt. Das Regierungs- präsidium Freiburg stufte im Oktober 2001 die Jazz- tätigkeiten von Hawe Schneider als "künstlerisch wert-voll" ein. Kommentar des Altmeisters: "Darauf habe ich ein Jazzerleben lang gewartet!"

Das Jahr 2003 hielt noch einige weitere Höhepunkte für ihn bereit, u.a. den einwöchigen Besuch des Jazz- festivals Oslo im August 2003, wo er u.a. mit dem bekannten Saxophonisten Herb Geller jazzte sowie sein   Konzert mit den "European All Stars" am 26.09.2003 in Westoverledingen, u.a. mit Menno Daams  / Trompete, Frank  Roberscheuten / Klarinette & Saxo- phone, Martin Breinschmid / Vibraphon, Rossano Sportiello / Klavier etc.; im gleichen Jahr arbeitete er auch mit "Hawe´s Jazz Set" mit dem amerikanischen Tenorsaxophonisten Ham Carson, als Gastsolist der "Lutzemann´s Jatzkapelle" sowie der "Riverboat Jazz- band" ( Witten ). Im September 2003 wurde er in einem vierseitigen Artikel im Jazz Podium porträtiert.

Hawe Schneider zählt sicherlich zu den wenigen deutschen Traditional Jazzern, die einen ganz indivi- duellen Instrumentalstil zur Reife des persönlichen Ausdrucks entwickelt haben.

 

Die Presse über Hawe Schneider:

"Hawe Schneider ist und bleibt eine Instanz des traditionellen Jazz in Deutschland"  Badische Zeitung am 06.02.2003

"Mit ihm stand mehr als ein halbes Jahrhundert deutscher Jazz-Geschichte auf dem Podium"   Die Glocke / Beckum, 18.02.2003

 

 

 
Anfang August 1961 --- noch vor dem Mauerbau am 13. August !
Lutz Eikelmann  |  eikelmann-hagen@t-online.de